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Debian GNU/Linux 3.0 installation; Für PA-RISC
Kapitel 8 - Ihr neues Debian System booten


8.1 ``Das System bootfähig machen.''

Wenn Sie eine diskless Workstation installieren, ist das Booten von der lokalen Platte natürlich keine sinnvolle Option, daher wird dieser Installationsschritt in diesem Fall übersprungen.


8.2 Der Augenblick der Wahrheit

Dieser Moment wird von Elektro-Ingenieuren als smoke test bezeichnet: Was passiert, wenn man ein neues System zum ersten Mal einschaltet? Entfernen Sie nun die Disketten aus den Laufwerken und wählen den Menüpunkt ``Neustart des Systems'' aus.

Startet Linux nicht wie gewünscht, dann legen Sie die von Ihnen erstellte Bootdiskette oder das ursprüngliche Installations-Medium (beispielsweise die Notfalls-Diskette) ins Laufwerk ein und starten Sie den Rechner neu. Wenn Sie nicht von der Custom Boot-Diskette booten, könnte es nötig sein, zusätzliche Bootparameter anzugeben. Um Ihr System z.B. von der Notfall-Diskette oder CD zu booten, geben Sie rescue root=root am Prompt ein, wobei root der Name der Root-Partition, z.B. ``/dev/sda1'' ist.

Debian sollte nun booten und Sie sollten die selben Meldungen wie beim ersten Booten des Installationssystems sehen sowie zusätzlich einige neu hinzugekommene.


8.3 Debian Post-Boot (Base) Konfiguration

Nach dem Neustart werden Ihnen einige Fragen gestellt um die Konfiguration des Basis-Systems zu vervollständigen; anschließend können Sie auswählen, welche zusätzlichen Pakete Sie installieren möchten. Die Anwendung, die Sie durch diesen Prozeß begleitet heisst base-config. Wenn Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt nach dem Ende der Installation base-config erneut durchlaufen möchten, starten Sie base-config als Root.


8.4 Einstellung der Zeitzone

Als erstes müssen Sie Ihre Zeitzone einstellen. Nachdem dem Wählen zwischen lokaler und GMT Systemzeit, werden Sie aufgefordert eine Region und anschliessend eine Stadt in dieser Region zu wählen, welche die gleiche Zeitzone wie Sie selber hat. Beim Auswählen aus der Liste können Sie einen beliebigen Buchstaben eingeben um direkt zu dem Teil der Orte zu gelangen, die mit dem Buchstaben anfangen.


8.5 MD5-Passwörter

Als nächstes werden Sie gefragt, ob sie MD5-Passwörter intallieren möchten. Dies ist eine andere Methode Paßwörter auf Ihrem System zu speicher, die sicherer ist als die Standardmethode ``crypt''.

Der Standard ist ``Nein'', wenn Sie jedoch keinen NIS-Support benötigen und sehr um die Sicherheit auf dieser Maschine besorgt sind, können Sie auch ``Ja'' antworten.


8.6 Shadow-Passwörter

Falls Sie nicht ``Ja'' zu MD5-Passwörtern gesagt haben, werden Sie als nächstes gefragt, ob Sie Shadow-Passwörter aktivieren möchten. Damit wird Ihr System ein bisschen sicherer. Ohne Shadow-Passwörter werden die Passwörter (zwar verschlüsselt) in einer Datei gespeichert (/etc/passwd), die von jedem lokalen Benutzer gelesen werden kann. Diese Datei muss für alle Benutzer lesbar sein, da sie wichtige Informationen enthält, wie zum Beispiel die Zuordnung zwischen Benutzernamen und numerischer ID. Daher könnte jeder Benutzer die Passwörter lesen und versuchen, sie mit der Brute-Force-Methode zu knacken.

In einem System mit Shadow-Passwörtern werden die Passwörter in einer zweiten Datei gespeichert (/etc/shadow), die nur von root geschrieben und von der Gruppe shadow gelesen werden kann. Wir empfehlen daher die Verwendung von Shadow-Passwörtern.

Sie können diese Entscheidung jederzeit überdenken und die Einstellungen mit dem Programm shadowconfig ändern. Lesen Sie dazu nach der Installation die Datei /usr/share/doc/passwd/README.debian.gz.


8.7 Einstellen des Root-Passworts

Der root-Account wird auch der Super-User genannt; es ist ein Login, der alle Sicherheitsmechanismen auf Ihrem System umgeht. Der root-Account sollte nur benutzt werden, um administrative Tätigkeiten auszuführen und so kurz wie möglich benutzt werden.

Jedes Passwort, das Sie erstellen, sollte 6 bis 8 Zeichen und sowohl Groß- als Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen enthalten. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie Ihr root-Passwort setzen, denn dies ist ein mächtiger Account. Vermeiden Sie Wörter aus dem Wörterboch oder jegliche persönliche Informationen, die erraten werden könnten.

Falls ihnen irgendjemand einmal erzählen sollte, er bräuche Ihr root-Passwort, seien Sie besonders vorsichtig. Sie sollten normalerweise niemals Ihren root-Account preisgeben, außer Sie administrieren Ihren Rechner mit mehr als einer Person.


8.8 Normalen Benutzer anlegen

Das System wird Sie nun fragen, ob Sie einen normalen Benutzeraccount anlegen wollen. Dieser Account sollte Ihr normaler persönlicher Login sein. Sie sollten den root-Account nicht für die tägliche Nutzung als ihren persönlichen Login verwenden.

Warum nicht? Ein Grund ist, dass root mit seinen Fähigkeiten irreperable Schäden hervor rufen kann. Ein anderer Grund ist, dass Sie in ein Tronjanisches Pferd tappen könnten — das ist ein Programm, das versucht, durch ihre root-Privilegien Ihr System zu kompromittieren, ohne dass Sie es merken. Jedes gute Buch über Unix-Systemadministration wird dieses Thema detaillierter behandeln — ziehen Sie es vor eines zu lesen, wenn dies neu für Sie ist.

Der Benutzername besteht normalerweise aus dem Spitznamen, dem Vor- oder Nachnamen, oder einer Kombination aus diesen. Angenommen, Ihre Name wäre Jon Smith, dann würden Sie ``smith'', ``jon'', ``jsmith'' oder ``js'' als Accountnamen verwenden. Auch hier werden Sie wieder nach einem Passwort gefragt.

Benutzen Sie das adduser-Programm, falls Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt einen weiteren Benutzerzugang einrichten wollen.


8.9 PPP Konfiguration

Als nächstes werden sie gefragt ob sie den Rest des Systems mit PPP istallieren möchten. Wenn Sie von CD-ROM oder direkt über ein Netzwerk ans Internet angeschlossen sind, können Sie beruhigt ``Nein'' sagen und diesen Abschnitt überspringen.

Wenn Sie sich entschieden haben nun PPP zu konfigurieren, wird das pppconfig Programm aufgerufen, welches Ihnen dabei hilft. Vergewissern Sie sich, dass Sie Ihre Internet-Verbindung ``provider'' nennen, wenn Sie nach einem Namen dafür gefragt werden.

Das pppconfig Programm wird Sie hoffentlich problemlos durch die PPP-Konfiguration führen. Falls es dennoch zu Problemem kommt, befolgen Sie die folgenden erläuternden Hinweise.

Um PPP Einzurichten, benötigen Sie grundlegende Kenntnisse, wie man Dateien unter GNU/Linux betrachtet und editiert. Sie sollten more zum Betrachten von Dateien verwenden (bzw. zmore für komprimierte Dateien mit einer .gz Dateiendung). Um zum Beispiel die Datei README.debian.gz zu betrachten, schreiben sie zmore README.debian.gz. Das Base-System beinhaltet einen Editor namens nano, welcher sehr einfach zu benutzen ist, auf der anderen Seite jedoch nicht viele Merkmale besitzt. Vermutlich möchten Sie später besser ausgestattete Editoren und Betrachter wie jed, vim, less, und emacs installieren.

Öffnen Sie die Datei /etc/ppp/peers/provider und ändern Sie /dev/modem mit /dev/ttyS#, wobei # für die Nummer Ihres Seriellen Ports steht. In Linux werden Serielle Schnittstellen von 0 an gezählt; Ihr erster Serieller Port ist /dev/ttyS0 unter Linux. Als nächstes müssen Sie /etc/chatscripts/provider öffnen und die Telefonnummer Ihres Internet-Providers, Ihren User-Namen und Ihr Paßwort eintragen. Löschen Sie dabei nicht das ``\q'', was vor dem Paßwort steht, da es Ihr Paßwort vor dem Auftauchen in Log-Dateien bewahrt.

Viele Provider benutzen PAP oder CHAP bei der Einwahl an Stelle von reinen Text-Paßwörtern. Manche benutzen beides. Falls Ihr Provider PAP oder CHAP verlangt, müssen Sie einen anderen Weg einschlagen. Kommentieren Sie alles unter dem Einwahl-String (welcher mit ``ATDT'' beginnt) in /etc/chatscripts/provider aus, editieren Sie die bereits oben erwähne Datei /etc/ppp/peers/provider indem Sie user name hinzufügen, wobei name für Ihren User-Namen beim dem Provider steht, bei dem Sie sich einwählen wollen. Fügen Sie schließlich Ihr Paßwort zu /etc/ppp/pap-secrets oder /etc/ppp/chap-secrets hinzu.

Sie müssen ferner auch /etc/resolv.conf bearbeiten und dort die IP-Adresse des Name-Servers (DNS) Ihres Providers eintragen. Die Zeilen in /etc/resolv.conf sind im folgenden Format: nameserver xxx.xxx.xxx.xxx, wobei die x für die Nummern der IP-Adresse stehen. Alternativ können Sie auch die usepeerdns Option der Datei /etc/ppp/peers/provider hinzufügen. Dies aktiviert die automatische Auswahl eines geeigneten DNS-Servers, welche die Einwahl-Gegenstelle des Providers im Normalfall zur Verfügung stellt.

Falls Ihr Provider nicht eine komplett andere Login-Sequenz wie der Rest der Internet-Provider benutzt, haben Sie es nun geschafft! Starten Sie die PPP-Verbindung mit pon als Root, und überwachen Sie den Prozess mit dem plog Befehl. Zum Beenden der Verbindung benutzen Sie bitte poff, ebenso als Root.

Die Datei /usr/share/doc/ppp/README.Debian.gz enthält weitere Informationen über PPP unter Debian.

Für statische SLIP-Verbindungen müssen Sie das slattach Kommando (aus dem net-tools Paket) zu /etc/init.d/network hinzufügen. Dynamisches SLIP setzt gnudip Paket voraus. ) zu /etc/init.d/network hinzufügen. Dynamisches SLIP setzt gnudip Paket voraus.


8.10 APT Konfigurieren

Die meisten Leute benutzen ein Programm Namens apt-get aus dem apt Paket, um andere Pakete auf ihrem System zu installieren. [4] Allerdings muss APT konfiguriert werden, damit es weiss, von wo es Pakete zum installieren holen soll. Die Anwendung, die Ihnen dabei hilft, heisst apt-setup. Sie können dieses Programm auch jederzeit nach der ersten Installation starten oder alternativ die Datei /etc/apt/sources.list von Hand editieren.

Falls Sie von einer offiziellen CD installiert haben, sollte diese CD automatisch als eine ``APT-Source'' konfiguriert worden sein. Sie werden dies feststellen können, da die CD-ROM durchsucht wird und Sie danach gefragt werden, ob Sie noch eine weitere CD-ROM hinzufügen möchten. Falls Sie ein Set mit mehreren CD-ROMs besitzen — was wohl auf die meisten Leute zutrifft — sollten Sie nun jede CD einlesen lassen.

Falls Sie keine offizielle CD-ROM besitzen, haben Sie trotzdem die Auswahl aus einer Reihe von Quellen, von denen Sie Debian Pakete bekommen können: FTP, HTTP, CD-ROM oder ein lokales Dateisystem. CD-ROM Benutzer können zu diesem Schritt gelangen, wenn sie explizit angeben, dass Sie eine weitere APT-Source hinzufügen möchten.

Sie sollten wissen, dass es vollkommen akzeptabel und natürlich ist, mehrere verschiedene APT-Sourcen zu haben, selbst für ein und dasseble Debian Archiv. apt-get wird automatisch das Paket mit der höchsten Versionsnummer von allen zur Verfügung stehenden auswählen und installieren. Oder wenn Sie zum Beispiel sowohl HTTP, als auch CD-ROM APT-Sourcen haben, wird apt-get automatisch die CD-ROM benutzen und nur dann auf HTTP zurückfallen, wenn es dort eine neuere Version gibt. Auf der anderen Seite ist es keine gute Idee, unnötige APT-Sourcen zu benutzen, da dies dazu führt, dass der update-Prozess verlangsamt wird.


8.10.1 Netzwerk APT-Sourcen konfigurieren

Falls Sie vorhaben, den Rest Ihres Systems über das Netzwerk zu installieren, wird die am häufigsten genutzte Option ``http'' sein. Die ``ftp'' Quelle ist auch in Ordnung, im Allgemein allerdings ein wenig langsamer.

Als nächstes werden Sie gefragt, ob Sie auch nicht-Freie (non-free)Software benutzen möchten. Dies bezieht sich auf kommerzielle Software, sowie alle andere Software, deren Lizenz nicht mit den Debian Free Software Guidelines vereinbar sind. Es ist OK, hier ``Ja'' zu sagen, bedenken Sie allerdings, dass die non-free Pakete nicht Teil von Debian sind. Ausserdem sollten Sie vorsichtig sein, dass Sie die Software in Übereinstimmung mit der Lizenz verwenden.

Der nächste Schritt während der Konfiguration von Netzwerk APT-Sourcen ist es apt-setup zu sagen, in welchem Land Sie wohnen. Dies konfiguriert, zu welchem Debian Mirror-Netzwerk Sie verbunden werden. Je nachdem welches Land Sie auswählen, wir Ihnen eine Liste von möglichen Serven vorgegeben, aus denen Sie einen beliebigen auswählen können.

Falls Sie via HTTP installieren möchten, werden Sie nun gebeten, Ihren Proxy-Server zu konfigurieren. Dies wird zum Beispiel manchmal von Leuten benötigt, die sich hinter einer Firewall in einem Firmen-Netzwerk befinden.

Schliesslich wird Ihre neue Netzwerk APT-Source getestet. Wenn alles gut geht, werden Sie gefragt, ob Sie eine weitere APT-Source konfigurieren möchten.


8.11 Pakete-Installation: Einfach oder Fortgeschritten

Als nächstes werden Sie gefragt, ob Sie Pakete auf einfache oder fortgeschrittene, besser kontrollierbare Art installieren möchten. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie mit der einfachen Methode beginnen, da Sie jederzeit zur fortgeschritteneren Methode wechseln können.

Für die einfache Methode ruft base-config lediglich das tasksel Programm auf, während es für die fortgeschrittene Installationsmethode dselect aufruft. Sie können beide zu jeder Zeit später von Hand aufrufen um weitere Pakete zu installieren. Wenn Sie nach dem Ende der Installation ein bestimmtes einzelnes Programm installieren möchten, sollten Sie es apt-get install package installieren, wobei package der Name des Paketes ist, das Sie installieren möchten.


8.12 Einfache Paketauswahl: Tasks installieren

Wenn Sie die ``einfache'' Installation wählen, werden Sie mit dem tasksel konfrontiert. Dieses lässt Sie eine Reihe von voreingestellten Software Konfigurationen für Debian auswählen. Sie können natürlich auch Paket für Paket installieren, was Sie möchten (Das ist die Aufgabe des dselect Programms, siehe unten), dies ist bei 7500 Paketen aber ein Zeit raubender Schritt.

Deshalb können Sie zuerst einige Tasks auswählen und darauf aufbauend später einzelne weitere Pakete. Die Tasks repräsentieren verschiedene Aufgaben oder Dinge, die Sie mit Ihrem Computer durchführen können, wie etwa `Desktop-Umgebung' (End-User/desktop environment), `C/C++ Entwicklung'(Development/C and C++) oder `Fileserver'.

Sie können jeden Task markieren und mit ``Task Info'' mehr Informationen anzeigen lassen. Dies wird Ihnen eine erweiterte Beschreibung und eine Liste der zu dem Task gehörenden Pakete präsentieren. Eine Tabelle mit den ungefähren Größen der einzelnen Tasks finden Sie in Benötigter Plattenplatz für Tasks, Abschnitt 11.4.

Nachdem Sie Ihre gewünschten Tasks ausgewählt haben, drücken Sie ``Fertig''. Nun wird das apt-get Programm gestartet, welches die ausgewählten Programme für Sie installiert. Falls Sie keinen einzigen Task ausgewählt haben, werden trotzdem alle noch nicht auf Ihrem System vorhandenen Pakete der Prioriäten standard, important und required. Dies ist diesselbe Funktionlität, wie wenn Sie später tasksel -s ausführen und benötigt momentan etwa 37M an Archiven. Ihnen wird die Anzahl der zu installieren Pakete und die Größe der herunterzuladenen Pakete (falls nötig) gezeigt.

Von den 7500 in Debian vorhandenen Paketen wird nur eine sehr geringe Zahl durch Tasks abgedeckt. Um Informationen über weitere Pakete zu bekommen, können Sie entweder apt-cache search suchstring für einen bestimmten Such-String benutzen (siehe auch die apt-cache(8) man page), oder das unten beschriebene dselect Programm verwenden.


8.13 Fortgeschrittene Paketauswahl mit dselect

Wenn Sie die fortgeschrittene Paketauswahl ausgewählt haben, wird das dselect Programm für Sie gestartet. Das dselect Tutorial sollten Sie unbedingt lesen, bevor Sie mit dselect arbeiten. dselect erlaubt Ihnen Pakete auf Ihrem System zu installieren. Dafür müssen Sie der Super-User (root) sein.


8.14 Konfigurationsdialoge während der Paket-Installation

Jedes von Ihnen mit tasksel und/oder dselect ausgewählte Paket wird der Reihe nach von apt-get und dpkg entpackt und dann installiert. Falls ein bestimmtes Programm keine sinnvollen Standardeinstellungen besitzt, wird es Sie mit einem Dialog befragen. Ausserdem sollten Sir die Meldungen während der Installation im Auge behalten, auch wenn Sie Probleme, die eine erfolgreiche Installation verhindern, von Ihnen bestätigt werden müssen.


8.15 Log in

Nachdem Sie die Pakete installiert haben, kommen Sie zum Login-Prompt. Loggen Sie sich mit Ihrem persönlichen Login und Passwort ein. Das System ist nun bereit zur Benutzung.

Wenn Sie ein neuer Benutzer sind, möchten Sie vielleicht zunächst die bereits auf dem System installierte Dokumentation studieren. Es gibt zur Zeit verschiedene Dokumentations-Systeme, an einer Intergration der verschiedenen Typen wird gearbeitet. Hier nun einige Hinweise zum Anfang.

Die zu einem Programm gehörende Dokumentation befindet sich in /usr/share/doc/ in einem Unterverzeichnis mit dem Namen des Pakets. Zum Beispiel ist der APT User's Guide zum Benutzen von apt für das Installieren von Paketen in /usr/share/doc/apt/guide.html/index.html.

Zusätzlich gibt es ein paar spezielle Verzeichnisse im /usr/share/doc/ Verzeichnisbaum. Linux HOWTOS werden komprimiert im .gz-Format installiert und liegen in /usr/share/doc/HOWTO/en-txt/ sowie /usr/share/doc/HOWTO/en-txt/mini/. Für die deutschen Versionen der HOWTOs müssen Sie das doc-linux-de Paket installieren, die HOWTOs liegen dann in /usr/share/doc/HOWTO/de-html. /usr/share/doc/HTML/index.html enthält einen mit Webbrowsern benutzbaren Index der vorhandenen Dokumentationen, der von dhelp installiert wird. Eine einfache Möglichkeit diese Dokumente zu lesen ist lynx /usr/share/doc/.

Sie können auch info (programm) oder man (programm) eingeben, um die Dokumentation der meisten Programme am Befehlsprompt zu sehen. Die Eingabe von help wird die Hilfe der Shell-Kommandos anzeigen. Und wenn Sie ein Kommando gefolgt von --help eingeben, wird normalerweise eine kurze Übersicht über die Bedienung des Programms angezeigt. Falls die Ausgabe eines Kommandos über das Ende des Schirmes hinwegscrollt, hängen Sie | more an das Kommando an, die Ausgabe wird dann jeweils nach einer Bildschirmhöhe angehalten. Um eine Liste aller Programme zu sehen, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen, geben Sie den Buchstaben gefolgt von zwei Tabs ein.

Für eine tiefergehende Einleitung zu Debian GNU/Linux, siehe /usr/share/doc/debian-guide/html/noframes/index.html.


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Debian GNU/Linux 3.0 installation; Für PA-RISC

version 3.0.24, 18. Dec. 2002

Bruce Perens
Sven Rudolph
Igor Grobman
James Treacy
Adam Di Carlo
Christian Leutloff
Alexander Harderer
Philipp Frauenfelder
Martin Schulze