Wie viele von Ihnen wissen, ist Linux nur ein Betriebssystemkern. Und für eine lange Zeit lief der Linux Betriebssystemkern nur auf Rechnern der Intel x86 Serie, beginnend beim 386 (es gibt eine Version, die auf den 286 portiert wurde, näheres beim ELKS-Projekt).
Allerdings ist dies nun nicht mehr so. Der Linux-Betriebssystemkern ist nun auf eine große, weiter wachsende Liste von Architekturen portiert worden. Und dicht folgend haben wir unsere Debian-Distribution auf diese Architekturen portiert. Generell ist dies ein Prozess mit einem langsamen Start (während wir libc und den dynamischen Linker dazu bringen, reibungslos zu arbeiten), und dann relativer Routine, wenn nicht sogar Langeweile, während wir versuchen, alle Pakete für die neuen Architekturen zu übersetzen.
Außerdem ist Debian ein Betriebssystem, kein Betriebssystemkern (inzwischen allerdings mehr als ein Betriebssystem mit seinen tausenden Programmen). Und um dies zu beweisen, haben wir unsere ersten drei, gerade flügge werdenden Portierungen, die nicht auf Linux basieren, am Ende dieser Seite aufgelistet.
Warnung – diese Seite ist in Entwicklung. Nicht alle Portierungen haben schon eigene Seiten und die meisten finden Sie unter externen Web-Adressen. Wir arbeiten an Informationen über alle Portierungen, die mit den Debian-Webseiten gespiegelt werden.
Die folgenden Portierungen waren in wenigstens einem stabilen Debian-Release enthalten.
i386)
Die erste Architektur und nicht direkt eine Portierung. Linux wurde
ursprünglich für den Intel 386-Prozessor entwickelt, daher der Kurzname.
Debian unterstützt alle IA-32 Prozessoren, hergestellt von Intel (darunter alle
Pentium-Serien und die neusten Core Duo-Maschinen im 32-Bit-Modus), AMD (K6,
alle Athlon-Serien, Athlon64-Serien im 32-Bit-Modus), Cyrix
und weiteren Herstellern.
Während sich auf
Debians Webseiten die Sicht von einer sehr traditionellen, i386-zentrischen zu
einer ausgeglicheneren entwickelt, werden alle i386-spezifischen Informationen
hierher verschoben.
m68k)
Erstes Release war mit Debian 2.0. Diese Portierung erfüllte die Veröffentlichungskriterien für Debian 4.0 nicht und ist daher nicht Teil der Etch-Veröffentlichung. Die Debian-m68k-Portierung läuft auf einer großen Bandbreite von Computern, die auf der Motorola 68k-Prozessorfamilie basieren – im Besonderen die Sun3-Workstationfamilie, die Apple Macintosh Personal-Computer, und die Atari und Amiga Personal-Computer.
sparc)
Zum ersten Mal mit Debian 2.1 veröffentlicht. Diese Portierung läuft sowohl auf der SPARCstation-Familie von Workstations, als auch auf einem Teil ihrer Nachfolger in der Sun4-Architektur.
alpha)
Das erste Release erfolgte mit Debian 2.1. Eine der länger bestehenden Portierungen und ziemlich stabil.
powerpc)
Debian/PowerPC wurde mit Debian 2.2 (Potato
) das erste Mal offiziell
veröffentlicht. Die Portierung läuft auf vielen der Apple
Macintosh PowerMac-Modellen und den CHRP- und PReP-Rechnern.
arm)
Zum ersten Mal offiziell mit Debian 2.2 freigegeben. Diese Portierung läuft auf einer Vielzahl eingebetteter Hardware, inklusive dem NSLU2.
Zum ersten Mal offiziell mit Debian 3.0 freigegeben. Debian wird auf die MIPS-Architektur portiert, die in SGI-Computern (debian-mips – big-endian) und Digital Decstations (debian-mipsel – little-endian) verwendet wird.
hppa)
Zum ersten Mal offiziell mit Debian 3.0 freigegeben. Dies ist eine Portierung auf Hewlett-Packards PA-RISC-Architektur, die sich in einem vorangeschrittenen Status befindet.
ia64)
Zum ersten Mal offiziell mit Debian 3.0 freigegeben. Dies ist die Portierung auf Intels erste 64-Bit-Architektur. Beachten Sie: diese Portierung sollte nicht mit der jüngsten 64-Bit-Erweiterung von Intel für Pentium 4 und Celeron-Prozessoren mit dem Namen EM64T verwechselt werden; gehen Sie für diese zu der AMD64-Portierung.
s390)
Zum ersten Mal offiziell mit Debian 3.0 freigegeben. Dies ist die Portierung auf IBM S/390-Server.
amd64)
Erstmalig mit Debian 4.0 offiziell veröffentlicht. Portierung auf die 64-Bit AMD64-Prozessoren. Das Ziel ist es, sowohl 32-Bit- als auch 64-Bit-Benutzeranwendungen auf dieser Architektur zu verwenden. Diese Portierung unterstützt AMDs 64-Bit Opteron, Athlon und Sempron-Prozessoren und Intels Prozessoren mit EM64T-Unterstützung, darunter den Pentium D und verschiedene Xeon und Core2-Serien.
Die folgenden Portierungen waren bisher nicht Teil eines stabilen Debian-Releases, jedoch sollten sie eventuell in einem zukünftigen Release enthalten sein.
Portierung auf die 64-Bit PPC64-Architektur mit einem kompletten 64-Bit User Space.
sh)
Eine ziemlich junge Portierung auf Hitachis SuperH-Prozessoren.
Portierung auf big-endian ARM-Maschinen, insbesondere auf Linksys NSLU2.
Portierung auf die 32-Bit RISC-Mikroprozessoren von Renesas Technology.
hurd-i386)
GNU Hurd ist ein völlig neues Betriebssystem, das von der GNU-Gruppe aufgebaut wird. In der Tat ist GNU Hurd die letzte Komponente, die es möglich macht, ein komplettes GNU-Betriebssystem aufzubauen – und Debian GNU/Hurd wird ein solches (vielleicht sogar das erste) GNU-Betriebssystem sein. Das gegenwärtige Projekt ist auf der i386-Architektur aufgebaut, aber Sie können erwarten, dass die anderen wenig später folgen werden.
netbsd-i386und
netbsd-alpha)
Dies ist eine Portierung des Debian-Betriebssystems inklusive apt, dpkg und GNU-Software auf den NetBSD-Kernel. Sie befindet sich im Augenblick in einem sehr vorläufigem Stadium, aber da NetBSD ein Produktionslevel-Kernel ist, sollte sich die Verwendbarkeit von Debian GNU/NetBSD sehr rasch entwickeln. Im Augenblick ist Debian GNU/NetBSD für Intel x86 am weitesten fortgeschritten, aber die Arbeit an der Unterstützung für Alpha-basierende Computer hat bereits begonnen.
kfreebsd-gnu)
Dies ist eine Portierung des Debian GNU Systems auf den FreeBSD-Kernel. Es handelt sich noch immer um eine unreife Portierung, obwohl von manchen Entwicklern bekannt ist, dass sie sie als Produktionsumgebung für ihre tägliche Arbeit einsetzen.
Obwohl diese Anstrengungen nicht wirklich Portierungen sind, scheint dies ein geeigneter Platz für sie zu sein.
Obwohl nicht wirklich eine Portierung, so wird Beowulf doch ein Ersatz für viele Großrechner in Forschung und Entwicklung sein. Deshalb scheint hier der richtige Platz zu sein. Dieses Projekt arbeitet daran, Beowulf-Cluster unter Debian laufen zu lassen und ein Netzwerk der beteiligten Menschen ganz nach dem Basar-Modell zu schaffen.
EABI ist die neue eingebettete
ABI von ARM Ltd.. EABI ist tatsächlich eine Familie von
ABIs und eine davon ist das sub-ABI
GNU EABI für Linux.
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