Linux World Expo und Conference New York 2002 -- Bericht

Von Mittwoch, dem 30. Januar, bis zum Freitag, dem 2. Februar, war das Debian-Projekt auf der LinuxWorld Conference und Expo in New York City zugegen. Die Repräsentanten von Debian waren Clint Adams, Dann Frazier, Joey Hess, Jimmy Kaplowitz, Matt Taggart und ich selbst (Jaldhar Vyas). Andere Entwickler, die vorbeischauten, waren Christophe Barbe, Chris Fearnley, Laurence J. Lane, Kenshi Muto, Roger So und Takatsugu Nokubi.

Nach einigen anfänglichen Problemen mit der Show-Organisation, die uns keinen Strom oder Netzwerkzugang an unserem Stand geben wollte (was glücklicherweise gelöst wurde), hatten wir Rechner mit einigen Architekturen (sparc, mips, alpha und parisc) am laufen, was die meisten Besucher als sehr beeindruckend empfanden.

Die Größe der Show war geringer und die Stimmung mehr gebändigt als in den vorhergehenden Jahren. Große Firmen wie Sun, IBM und Hewlett-Packard dominierten den Platz. Was mich zu den guten Neuigkeiten bringt. Während IPO-geladene Hysterie ein Ding der Vergangenheit ist, wird Linux selbst immer noch sowohl von Anzugträgern als auch von Technikern ernst genommen.

Die Besucher an unserem Stand scheinen in die üblichen Klassen fallen. Leute, die mit Linux vertraut sind und denen Debian bekannt war, und Leute, denen Linux komplett neu sind und nicht wussten, was Debian überhaupt ist. Eventuell kann die Debian-Gemeinschaft Wege finden, um diese beiden Gruppen zu erreichen? Gegen die Erwartungen fand ich, dass unser zuverlässiges Eintreten für Freie Software niemanden alarmierte -- nicht mal die Anzugträger. Das ist wichtig zu bemerken, da man einen beharrlichen Teil an FUD entgegen zu wirken hat, wenn man mit Firmenleuten zu tun hat. Es ist nicht notwendig. Man muss nur ihrem Anliegen wohlwollend gegenüberstehen und ihre Fragen ehrlich beantworten.

Die einzige haarige Situation passierte, als eine Person von iPlanet uns beinahe in die Welt der proprietären Software verführte mit seinen dunklen, hypnotischen Verkaufsstufen und lockenden plastischen Reden. Glücklicherweise fanden wir Entschuldigungen, um seinen Vortrag nicht beiwohnen zu müssen und daher seiner Macht nicht erliegen zu müssen, und die plastischen Reden verschwanden auf geheimnisvolle Weise. Jedoch sind sie immer noch groß und vermutlich gefährlich.

Die Hauptfragen, die die Leute hatten, waren: "Wann wird woody veröffentlicht werden?" und "Was werdet ihr tun, um die Installation zu verbessern?"

Alles in allem hatten wir Spaß daran, Leute zu treffen und mit unserem kleinen Juwel eines Betriebssystems anzugeben. Wir machten beinahe $1500 mit T-Shirt Verkäufen, um das Projekt zu unterstützen.

Wir wollen uns bei Sun Microsystems dafür bedanken, dass Sie uns ein Ultra10-System und einen coolen Flat-Screen Monitor geliehen haben.

Jaldhar H. Vyas